Emissionsmessungen in Hochgeschwindigkeit
Im Vergleich zu konventionellen Funkstörmessempfängern, welche im Frequenzbereich schrittweise sequentiell durchgestimmt werden, reduziert die im TDEMI Messsystem eingesetzte Technologie die für Emissionsmessungen benötigte Zeit um einen Faktor bis zu 4000. Im Detail, wird die Zeit für einen vollständigen Scan an allen Frequenzpunkten in Abhängigkeit von der gewählten ZF-Filterbandbreite, für eine ZF-Bandbreite von 1 MHz um den Faktor 100, für eine ZF-Bandbreite von 120 kHz um den Faktor 1000 und für eine ZF-Bandbreit von 9 kHz um einen Faktor 4000 reduziert.

Digitale Signalverarbeitung in Echtzeit
Die Echzeit-Signalverarbeitungseinheit, eliminiert die Nachteile von vergangenen FFT-basierten Emissionsmesssystemen. Signalverarbeitung in Echtzeit ermöglicht eine kontinuierlich Auswertung des Emissionssignals unter Anwendung eines Detektors. Der wesentliche Unterschied in der Technologie und somit in der benötigten Testzeit ist die hochparallele Architektur, welche zu eine Verarbeitung von mehreren tausend Frequenzpunkten mittels digitaler Filterbänke führt. Die erfoderliche Rechenleistung hierzu wird von Hochgeschwindigkeitsschaltkreisen breitgestellt, die über 100 Gigamultiplikationen pro Sekunde zulässt.
Die digitale Signalverarbeitungseinheit des TDEMI ermöglicht eine Messung und Bewertung des Signals mittels unterschiedlicher Detektoren an 4096 Frequenzen gleichzeitig und die Berechnung des vollständigen Spektrums des Emissionssignals zum selben Zeitpunkt. Somit wird verhindert, dass nur kurzzeitig auftretende Störer nicht erkannt werden. Ebenso ermöglicht die Technologie eine vollständige Messung und Bewertung mittels Quasi-Spitzenwertdetektor bis zu 1 GHz in weniger als zwei Minuten und eliminiert somit die Notwendigkeit von Vormessungen. Im Basisbandfrequenzbereich des TDEMI bis 1 GHz, erfolgt die Berechnung des Spektrums sequentiell in acht Subbändern mit einer Bandbreite von 162,5 MHz, welche mittels Kurzzeit-FFT (engl. short-time fast Fourier Transform, STFFT)in Echtzeit vearbeitet wird.
Neben dem sog. Empfänger-Modus, welcher dem Anwender unter anderem die Basisfunktionalitäten eines herkömmlichen Funkstörmessempfängers zur Verfügung stellt, bietet das TDEMI Messsystem den mit Detektoren gewichteten Spektrogrammmodus. Diese im EMV-Bereich einzigartige Funktion, stellt das Emissionsspektrum zeitlich lückenlos in Echzeit dar und ermöglicht den Anwender eine lückenlose Beobachtung des Messobjekts, die Suche nach Fehlerursachen sowie deren Behebung in Echtzeit mitzuverfolgen. Im Spektrogrammmodus sind die CISPR-Bandbreiten ebenso wie die Unterschiedlichen Detektoren Spitzenwert, Mittelwert und Effektivwert anwendbar, was den Spektrogrammmodus zu einem sehr wertvollen Werkzeug bei der Lösung von EMV-Problemen macht.

